Die Projekte der Gentechnologie in der Landwirtschaft

Was wäre, wenn man ab demnächst Lebensmittel züchten könnte, ohne dass diese von irgendwelchen Pilzkrankheiten, Viren o. ä. befallen wären? 

Was wäre, wenn man verhindern könnte, dass Menschen mit einer Erdnuss-Allergie eine allergische Reaktion bekommen, sobald sie Erdnüsse essen? 

Und was wäre, wenn die Tomate demnächst besser schmeckt und früher reift oder wenn Soja gesünder ist, weil man unerwünschte Fettsäuren in der Sojabohne minimieren kann? 

 

Nicht nur für einen Bauern ist es äußerst ärgerlich, wenn die Ernte für das Jahr ausbleibt, weil die angebauten Pflanzen von einer Krankheit befallen sind. Auch die Verbraucher, wir Menschen, können teilweise sehr darunter leiden, wenn es in einem Jahr mal weniger von einer bestimmten Lebensmittelsorte gibt. 

Denn wenn die Produkte der Landwirte einen Virus haben oder von Pilzen befallen sind, dürfen sie nicht verkauft werden. 

In den USA haben es Wissenschaftler hinbekommen, die Maispflanze robuster gegen längere Trockenheit zu machen. Somit hört die Pflanze nicht direkt auf zu wachsen, wenn sie zu wenig Wasser bekommt. 

Dann hat ein Projektteam aus China es geschafft, die Reispflanze vor der bekannten Reisbräune ohne den Einsatz von chemischen Fungiziden zu schützen. Ein weiteres Projektteam aus Israel hat es geschafft, Gurken gegen die meisten Viren resistent zu machen. Meistens wird nämlich bei einer mit Viren befallenen Pflanze sofort zur Chemie gegriffen, um die Viren abzutöten. Nach diesem Projekt ist die Pflanze genetisch schon so ausgestattet, dass die Viren erst gar nicht in die Zellen eindringen können.

Menschen mit einer Allergie verzichten meist vollständig auf das jeweilige krankmachende Produkt. 

Doch auch hier zeigen Projekte aus der ganzen Welt, dass sich durch die CRISPR-Methode jetzt deutlich etwas daran ändern könnte. Beispielsweise arbeitet ein Projekt aus Großbritannien daran, zu versuchen, die Allergene in einer Erdnuss auszuschalten und ein Projekt aus Spanien hat es hinbekommen, dass Weizen weniger Gluten enthält.

Insgesamt sind das hier nur wenige der gestarteten oder bereits beendeten Projekte, welche Mikrobiologen auf der ganzen Welt mit Hilfe der CRISPR/Cas9 Methode durchführen. 

 

So gut die ganze Sache auch klingt, sollte man vorsichtig mit dem Umgang der Genschere bleiben, denn alles ist über CRISPR/Cas9 und mögliche Nebenwirkungen noch nicht erforscht. 

Es ist zwar positiv, wenn wir zukünftig die ganze Welt ernähren können, man sollte nur aufpassen, dass wir nicht ausschließlich nach persönlichen Vorlieben und Standards handeln. 

Genveränderung an der Ananaskirsche/Physalis

Soj abohne : Non-GMO Label nach gezielter Genmutation