Soja ist momentan ein ziemlicher Trend in der Lebensmittelindustrie. Sojabohnen, Sojasoße, Sojamilch, Miso oder Tofu. Es gibt so unglaublich viele unterschiedliche Lebensmittel, die zum Großteil aus Soja bestehen. Gerade wenn man auf Tierprodukte verzichtet, kann Soja viele wichtige Nährstoffe ersetzen. 

Amerikanische Wissenschaftler setzen jetzt noch einen drauf. Nach gezielter Genmutation (CRISPR/Cas9) enthält die Sojabohne nun weniger gesättigte Fettsäuren, dafür aber um einiges mehr an der gesünderen Ölsäure. Wenn man jetzt die Sojabohne unter hoher Temperatur, wie zum Beispiel beim Kochen oder Braten, anrichtet, bilden sich deutlich weniger Trans-Fettsäuren als bei der herkömmlichen Sojabohne. Trans-Fettsäuren wirken sich negativ auf unseren Stoffwechsel und damit auf unsere Gesundheit aus. Darum gelten sie auch in den USA als gesundheitlich bedenklich und müssen dort deklariert, also besonders gekennzeichnet werden. 

Diese Art von Gentechnik zählt dort aber offenbar nicht in die Kategorie der „gentechnisch veränderten Produkte", weil in die DNA kein fremdes Genmaterial eingeführt wurde. Die Sojabohne und daraus hergestellte Produkte könnten somit rein rechtlich gesehen sogar das Siegel „nicht gentechnisch verändert“ in den USA tragen. Anders als die gesetzliche Regelung in Europa es vorsieht. Am 25. Juli. 2018 entschied sich der europäische Gerichtshof in Luxemburg nämlich für strengere Regelungen für solche „genetisch neuen Produkte“. 

Welcher Beschluss jetzt richtig ist, darüber kann man streiten. Jetzt kommen in den USA aber erstmal aus Soja hergestellte Speiseöle, Müsliriegel und Salatdressings auf den Markt und alle werden höchst wahrscheinlich das Non-GMO (non-genetically modified) Label tragen.